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PPL-Ausbildung Dauer: Wie lange brauchst Du wirklich?

Die EASA schreibt für den PPL(A) mindestens 45 Flugstunden vor, doch in der Realität brauchen die meisten Schüler in der Schweiz 12 bis 24 Monate bis zur Lizenz. Hier liest Du, wovon das tatsächlich abhängt.

Die gesetzliche Mindestdauer

Die rechtliche Grundlage für den PPL(A) ist die EU-Verordnung (Reg. (EU) Nr. 1178/2011, Part-FCL), die in der Schweiz vom BAZL übernommen wurde. Konkret gefordert sind:

Wenn Du bereits eine LAPL(A) hast, werden Stunden angerechnet. Theoretisch könntest Du die 45 Stunden in zwei bis drei Monaten abfliegen. Praktisch schafft das fast niemand.

Die realistische Dauer in der Schweiz

Plane mit 55 bis 70 Flugstunden statt der gesetzlichen 45. Das ist kein Versagen, sondern der Durchschnitt: Wetter, Lernkurve und Pausen zwischen den Lektionen verlängern den Weg. In Kalenderzeit bedeutet das:

Das BAZL setzt keine maximale Ausbildungsdauer, aber die Theorieprüfungen müssen innerhalb von 18 Monaten nach der ersten bestandenen Prüfung alle abgeschlossen sein, und der Skill Test muss innerhalb von 24 Monaten nach der letzten Theorieprüfung erfolgen. Wer zu langsam ist, riskiert, Theorieprüfungen wiederholen zu müssen.

Vollzeit vs. nebenberuflich

Vollzeit

Vorteile: kurze Gesamtdauer, weniger Wiederholungslektionen, weil das Gelernte frisch bleibt, oft günstiger pro Stunde durch Paketpreise. Nachteile: schwer mit Job vereinbar, in der Schweiz wegen Wetter nur halbjahresweise sinnvoll, Auslandsblock erfordert Validierung der Theorie und ggf. zusätzliche Checks.

Nebenberuflich

Vorteile: parallel zu Arbeit oder Studium machbar, finanziell besser planbar, mehr Zeit, die Theorie zu verarbeiten. Nachteile: jede Pause kostet — wer drei Wochen nicht fliegt, braucht in der nächsten Lektion oft eine halbe Stunde, um wieder reinzukommen. Bei langen Winterpausen summiert sich das.

Wenn Du nebenberuflich machst, plane mindestens eine Lektion alle 10 bis 14 Tage ein. Weniger ist ineffizient.

Faktoren, die die Dauer wirklich beeinflussen

  1. Frequenz der Lektionen. Der grösste Hebel. Zwei Lektionen pro Woche bringen Dich überproportional schneller voran als eine.
  2. Wetter. Die Schweiz hat ca. 100 bis 140 brauchbare VFR-Schönwettertage pro Jahr, regional sehr unterschiedlich. Im Winter fallen viele Lektionen aus.
  3. Flugschule und Flottenverfügbarkeit. Eine Schule mit drei Flugzeugen und 30 Schülern hat lange Wartezeiten. Frage konkret nach Slot-Verfügbarkeit.
  4. Theoriedisziplin. Wer die 9 Fächer parallel zur Praxis lernt und früh prüft, vermeidet einen langen Theorieblock am Ende. Mit einer strukturierten Lernplattform wie Aero.Academy lassen sich die Fächer in 4 bis 8 Monaten neben dem Job durchziehen.
  5. Lernkurve und Vorerfahrung. Segelflug-, Modellflug- oder Simulator-Vorerfahrung spart real 5 bis 15 Flugstunden. Sprachprobleme im Funk (R/T auf Englisch oder Deutsch) verlängern.
  6. Budget. Wer pro Monat nur 1–2 Stunden bezahlen kann, fliegt entsprechend selten. Rechne mit CHF 18'000 bis 25'000 Gesamtkosten.
  7. Medical Class 2. Das Class-2-Medical musst Du vor dem ersten Solo haben. Wer hier wartet, blockiert sich selbst.
  8. Funksprechzeugnis (BZF/RTF). In der Schweiz separat zu erwerben (Sprechfunkzeugnis VFR), oft unterschätzt im Zeitplan.

Realistischer Beispiel-Zeitplan (nebenberuflich)

Was Du beschleunigen kannst — und was nicht

Beschleunigen lässt sich vor allem die Theorie und die Lektionsfrequenz. Das Wetter, die Verfügbarkeit der Examiner und die BAZL-Bearbeitungszeiten (typisch 2 bis 6 Wochen für die Lizenzausstellung nach bestandenem Skill Test) sind fix. Plane also nicht zu eng — wer den Skill Test am letzten möglichen Tag der 24-Monats-Frist ansetzt, hat keinen Puffer für Wetterabsagen.

Häufige Fragen

Wie viele Flugstunden brauche ich wirklich für den PPL(A)?

Gesetzlich 45 Stunden, real 55 bis 70. Die zusätzlichen Stunden entstehen durch Wiederholungen, Wetterausfälle und individuelle Lernkurve. Vorerfahrung (Segelflug, Simulator) kann das reduzieren.

Kann ich die PPL-Ausbildung in 3 Monaten abschliessen?

Theoretisch ja, im Vollzeit-Intensivkurs, meist mit Auslandblock. In der Schweiz selten realistisch wegen Wetter und Verfügbarkeit. Nebenberuflich solltest Du mit 12–24 Monaten rechnen.

Gibt es eine maximale Ausbildungsdauer beim BAZL?

Keine absolute Obergrenze, aber alle 9 Theorieprüfungen müssen innerhalb von 18 Monaten ab der ersten bestandenen Prüfung abgeschlossen sein, und der Skill Test innerhalb von 24 Monaten nach der letzten Theorieprüfung.

Wie oft sollte ich pro Woche fliegen, um effizient voranzukommen?

Mindestens eine Lektion alle 10–14 Tage, idealerweise 1–2 pro Woche. Längere Pausen führen zu Auffrischungsbedarf und verlängern die Gesamtstunden überproportional.

Wann sollte ich mit der Theorie beginnen?

Parallel zur Praxis, ab der ersten Flugstunde. Wer die Theorie an den Schluss schiebt, verliert Monate. Mit strukturiertem Online-Lernen sind die 9 Fächer neben dem Job in 4–8 Monaten machbar.

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Stand: 2026-05-18T15:44:03.956645+00:00. Dieser Artikel ist eine Orientierungshilfe und ersetzt keine offizielle Behörden-Information oder die Ausbildung an einer zugelassenen ATO. Vorschriften können sich ändern — für rechtsverbindliche Auskünfte direkt bei deiner zuständigen Luftfahrtbehörde (BAZL in CH, LBA in DE, Austro Control in AT) oder deiner Flugschule nachfragen.

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