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Pruefung

PPL(A) Theorieprüfung: Format & Ablauf beim LBA

Die PPL(A)-Theorieprüfung beim LBA besteht aus neun Einzelprüfungen im Multiple-Choice-Format, basierend auf dem europäischen ECQB-Fragenkatalog. Hier erfährst du, wie die Prüfung konkret abläuft, welche Zeitvorgaben gelten und worauf du am Prüfungstag achten solltest.

Überblick: Neun Fächer, ein Ziel

Für die PPL(A) — die Privatpilotenlizenz für Flächenflugzeuge nach EASA Part-FCL — musst du in Deutschland neun Theorieprüfungen beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) bestehen. Die Prüfung wird in der Regel computerbasiert (CBT) an zugelassenen Prüfungsorten abgelegt. Inhaltlich basieren alle Fragen auf dem ECQB (European Central Question Bank) der EASA, der regelmässig aktualisiert wird.

Die neun Fächer sind:

  1. Air Law (Luftrecht)
  2. Human Performance (Menschliches Leistungsvermögen)
  3. Meteorology (Meteorologie)
  4. Communications (Sprechfunkverkehr, VFR)
  5. Principles of Flight (Aerodynamik)
  6. Operational Procedures (Betriebliche Verfahrensweisen)
  7. Flight Performance and Planning (Flugleistung und Flugplanung)
  8. Aircraft General Knowledge (Allgemeine Luftfahrzeugkunde)
  9. Navigation

Format: Multiple Choice mit vier Antwortoptionen

Jede Frage ist als Multiple-Choice-Frage mit vier Antwortmöglichkeiten gestellt, von denen genau eine richtig ist. Falschantworten geben keinen Punktabzug — du solltest also jede Frage beantworten, auch wenn du raten musst.

Die Fragen kommen direkt aus dem ECQB-Pool. Das bedeutet: Der Stil, die Formulierungen und der Detailgrad sind über alle EASA-Mitgliedstaaten hinweg standardisiert. Wer mit aktuellen ECQB-konformen Fragen lernt, ist auf den Prüfungston gut vorbereitet.

Bestehensgrenze: 75 Prozent pro Fach

Du musst in jedem einzelnen Fach mindestens 75 % der Punkte erreichen. Ein Schnitt über alle Fächer reicht nicht — wer in einem Fach unter 75 % bleibt, muss dieses Fach wiederholen. Die anderen bestandenen Fächer behalten ihre Gültigkeit.

Fragenanzahl und Zeitvorgaben pro Fach

Die offiziellen Vorgaben aus dem EASA Learning Objectives Dokument sehen für PPL(A) folgende Fragen- und Zeitlimits vor:

Fach Fragen Zeit
Air Law 16 30 min
Human Performance 12 20 min
Meteorology 16 30 min
Communications 12 20 min
Principles of Flight 12 20 min
Operational Procedures 12 20 min
Flight Performance & Planning 18 50 min
Aircraft General Knowledge 16 30 min
Navigation 12 45 min

Insgesamt sind das 126 Fragen über alle neun Fächer und rund 4 Stunden 25 Minuten reine Prüfungszeit. Die genaue Aufteilung kann je nach Prüfungssitzung variieren — das LBA kommuniziert die finalen Werte bei der Prüfungseinladung.

Ablauf: Sessions und Versuche

Du kannst die neun Fächer auf bis zu vier Prüfungssitzungen verteilen. Üblich ist, alle Fächer an einem oder zwei Tagen abzulegen, weil sich der organisatorische Aufwand sonst summiert.

Wichtige Fristen nach Part-FCL:

Werden diese Fristen oder Versuchszahlen überschritten, müssen alle Fächer komplett neu abgelegt werden — inklusive erneuter Theorieausbildung.

Anmeldung und Voraussetzungen

Bevor du zur Theorieprüfung antrittst, brauchst du eine Anmeldebescheinigung deiner ATO oder DTO. Die Flugschule bestätigt damit, dass du den Theorielehrgang absolviert und für die Prüfung empfohlen wurdest. Die Anmeldung erfolgt über das LBA-Portal. Es fallen Gebühren pro Fach an — Stand zuletzt im niedrigen zweistelligen Bereich pro Prüfungsteil; aktuelle Sätze findest du in der Gebührenverordnung des LBA (LuftKostV).

Tipps für den Prüfungstag

Nach der Prüfung

Die Ergebnisse erhältst du in der Regel unmittelbar nach der Sitzung oder kurz darauf vom LBA. Bestandene Fächer werden im Prüfungsprotokoll dokumentiert. Sobald alle neun bestanden sind, stellt das LBA die Theorie-Bescheinigung aus — Voraussetzung für die praktische Prüfung mit einem Prüfer (FE).

Wer strukturiert lernt, die ECQB-Logik versteht und sich nicht von den Prüfungsbedingungen aus dem Konzept bringen lässt, schafft die PPL(A)-Theorie ohne dramatischen Aufwand. Die 75 %-Hürde ist fair, wenn die Vorbereitung passt.

Häufige Fragen

Wie viele Fächer hat die PPL(A)-Theorieprüfung und wie viele muss ich bestehen?

Es sind neun Fächer: Air Law, Human Performance, Meteorology, Communications, Principles of Flight, Operational Procedures, Flight Performance & Planning, Aircraft General Knowledge und Navigation. Du musst in jedem einzelnen Fach mindestens 75 % erreichen — ein Durchschnitt reicht nicht.

Wie lange habe ich Zeit, alle neun Fächer zu bestehen?

Ab dem ersten Prüfungsversuch hast du 18 Monate, um alle Fächer abzuschliessen. Pro Fach sind maximal vier Versuche und insgesamt maximal sechs Prüfungssitzungen erlaubt. Danach bleibt das bestandene Theorieergebnis 24 Monate gültig für die praktische Prüfung.

Welche Hilfsmittel darf ich in die Prüfung mitnehmen?

Erlaubt sind ein nicht-programmierbarer Taschenrechner, Navigationsrechner (CRP-1 oder ähnlich), Plotter, Lineal und Zirkel. Karten und Performance-Tabellen werden vom Prüfungszentrum gestellt. Smartphones, Smartwatches und eigene Notizen sind verboten.

Was sind ECQB-Fragen?

Das ECQB (European Central Question Bank) ist der zentrale Fragenkatalog der EASA, aus dem die nationalen Behörden — also auch das LBA — ihre Prüfungsfragen ziehen. Dadurch sind Stil und Detailgrad europaweit standardisiert. Wer mit aktuellen ECQB-konformen Fragen lernt, kennt das Prüfungsformat.

Was passiert, wenn ich ein Fach nicht bestehe?

Du kannst das Fach erneut antreten — insgesamt bis zu vier Versuche pro Fach. Die bereits bestandenen Fächer behalten ihre Gültigkeit, solange du innerhalb der 18-Monats-Frist bleibst. Wird diese überschritten, musst du alle Fächer neu ablegen.

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Stand: 2026-05-18T16:11:20.178277+00:00. Dieser Artikel ist eine Orientierungshilfe und ersetzt keine offizielle Behörden-Information oder die Ausbildung an einer zugelassenen ATO. Vorschriften können sich ändern — für rechtsverbindliche Auskünfte direkt bei deiner zuständigen Luftfahrtbehörde (BAZL in CH, LBA in DE, Austro Control in AT) oder deiner Flugschule nachfragen.

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