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Die 9 EASA-Theoriefächer für den PPL(H) im Überblick

Für den PPL(H) verlangt die EASA neun Theoriefächer, die du beim BAZL einzeln prüfen lässt. Dieser Überblick zeigt dir, was in jedem Fach drinsteckt und worauf es bei Helikopter-Anwärtern besonders ankommt.

Die neun Fächer auf einen Blick

Die EASA Part-FCL definiert für den PPL(H) folgende neun Theoriefächer, die du beim BAZL als Multiple-Choice-Prüfung ablegst:

  1. Air Law (Luftrecht)
  2. Aircraft General Knowledge (AGK)
  3. Flight Performance and Planning
  4. Human Performance and Limitations
  5. Meteorology
  6. Navigation
  7. Operational Procedures
  8. Principles of Flight – Helicopter
  9. Communications (VFR)

Jedes Fach wird separat geprüft. Du musst pro Fach mindestens 75 % erreichen. Hast du einmal bestanden, gilt das Resultat 24 Monate; in diesem Zeitraum musst du den praktischen Skill Test absolvieren.

1. Air Law

Hier geht es um den rechtlichen Rahmen, in dem du fliegst: ICAO-Annexes (insbesondere Annex 2 Rules of the Air), EASA Part-FCL für Lizenzen, Part-MED für medizinische Tauglichkeit, SERA (Standardised European Rules of the Air), Luftraumstruktur, ATS-Dienste, Such- und Rettungsdienst, Unfall-Meldung. Für die Schweiz kommen BAZL-spezifische Themen dazu – etwa die VFR-Mindestflughöhen über besiedeltem Gebiet und die nationalen Regeln zu Aussenlandungen mit dem Helikopter (Aussenlandeverordnung).

2. Aircraft General Knowledge (AGK)

AGK deckt die Technik deines Helikopters ab:

Helikopter-spezifisch sind besonders Themen wie Mast Bumping, Low-G-Verhalten und Autorotations-Mechanik auf Systemebene.

3. Flight Performance and Planning

Du rechnest hier konkret:

Erwarte Rechenaufgaben mit den Performance-Charts aus dem POH typischer Schulungshelikopter.

4. Human Performance and Limitations

Physiologie und Psychologie des Fliegens: Atmung, Hypoxie, Hyperventilation, Druckausgleich, Vestibularsystem und räumliche Desorientierung, visuelle Illusionen (besonders relevant beim Helikopter-Landeanflug), Stress, Fatigue, Entscheidungsfindung (DECIDE, IMSAFE). Auch CRM-Grundlagen und der Umgang mit Medikamenten und Alkohol gehören dazu.

5. Meteorology

Eines der umfangreichsten Fächer:

Helikopter sind besonders empfindlich auf Turbulenzen in Bodennähe und auf Whiteout/Brownout – Themen, die du verstehen musst.

6. Navigation

VFR-Navigation mit Karte, Kompass und Uhr:

Der Navigationscomputer (CRP-1 / E6B) wird in der Prüfung vorausgesetzt.

7. Operational Procedures

Verfahren im operationellen Alltag:

In der Schweiz ist der Gebirgseinsatz (HEMS, Lasten) prägend – einige Verfahren werden hier konkreter behandelt als anderswo.

8. Principles of Flight – Helicopter

Das Herzstück für Helikopter-Anwärter:

Dieses Fach ist der wichtigste Unterschied zur Flächen-Theorie und wird entsprechend detailliert geprüft.

9. Communications (VFR)

Funk-Theorie und Sprechfunkverfahren auf Englisch (bzw. der Landessprache, wo zulässig):

Die FCL-Sprachprüfung (Language Proficiency) ist separat und nicht Teil dieser Theorieprüfung.

Prüfungsformat beim BAZL

Du legst die Prüfungen elektronisch beim BAZL ab. Pro Fach gilt:

Die genauen Gebühren und Anmeldemodalitäten findest du aktuell auf der BAZL-Website – die Sätze ändern sich gelegentlich, daher keine konkrete Zahl an dieser Stelle.

Strategie für die Vorbereitung

Sinnvolle Reihenfolge: Beginne mit Air Law und Communications – das sind die "Lese-Fächer" mit klaren Regeln. Danach Principles of Flight und AGK, weil sie die Grundlage für Performance bilden. Meteorology und Navigation am Schluss, weil sie laufende Übung verlangen. Operational Procedures und Human Performance kannst du flexibel einschieben.

Plane mindestens 100 Stunden Selbststudium ein, eher mehr, wenn du berufsbegleitend lernst.

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Stand: 2026-05-18T15:54:03.278488+00:00. Dieser Artikel ist eine Orientierungshilfe und ersetzt keine offizielle Behörden-Information oder die Ausbildung an einer zugelassenen ATO. Vorschriften können sich ändern — für rechtsverbindliche Auskünfte direkt bei deiner zuständigen Luftfahrtbehörde (BAZL in CH, LBA in DE, Austro Control in AT) oder deiner Flugschule nachfragen.

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