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Die 9 EASA-Theoriefächer für PPL(A) im Überblick

Für die PPL(A)-Theorie nach EASA musst du neun Fächer bestehen. Dieser Überblick zeigt dir, was in jedem Fach drin ist und worauf es bei der BAZL-Prüfung ankommt.

Warum neun Fächer?

Die EASA hat den Theorie-Lehrplan für die PPL(A) in neun Fächer aufgeteilt (Part-FCL, AMC1 FCL.115/.120). Jedes Fach prüft das BAZL einzeln als Multiple-Choice-Prüfung. Du musst pro Fach mindestens 75 % erreichen. Innerhalb von 18 Monaten ab dem ersten Versuch müssen alle Fächer bestanden sein, danach verfällt der Fortschritt.

Hier kommt, was in den einzelnen Fächern drinsteckt.

1. Air Law (Luftrecht)

Das regulatorische Fundament. Du lernst:

Trockenes Fach, aber prüfungsrelevant und im Cockpit täglich präsent.

2. Aircraft General Knowledge (AGK)

Wie das Flugzeug technisch funktioniert:

3. Flight Performance and Planning (Performance)

Hier geht es um Zahlen und Massen:

Praktisch das wichtigste Fach für sicheres Fliegen ausserhalb des Schönwetter-Standardflugs.

4. Human Performance and Limitations

Pilot als Risikofaktor:

5. Meteorology (Met)

Wetter verstehen und interpretieren:

6. Navigation (Nav)

Vom Punkt A nach B:

Rechnen mit dem CRP-5/E6B gehört dazu — auch in der Prüfung erlaubt.

7. Operational Procedures (Op Procedures)

Betriebliche Verfahren und Sondersituationen:

8. Principles of Flight (Aerodynamik)

Warum das Flugzeug fliegt:

9. Communications (Comms / VFR Funk)

Sprechfunk im VFR:

Comms wird oft mit dem BZF/AZF-Funksprechzeugnis verknüpft, das in der Schweiz separat über das BAKOM läuft — nicht zu verwechseln mit der EASA-Theorieprüfung.

Wie umfangreich ist das Ganze?

Die AMC1 FCL.210.A empfiehlt mindestens 100 Stunden Theorieunterricht für die PPL(A). In der Praxis liegt der Selbststudienanteil deutlich höher. Die Prüfungen beim BAZL kannst du in mehreren Sessions ablegen, üblicherweise gebündelt. Aktuelle Gebühren und Anmeldeprozesse findest du direkt beim BAZL.

Reihenfolge zum Lernen

Eine bewährte Lernreihenfolge:

  1. Principles of Flight + AGK (technisches Fundament)
  2. Met + Nav (gehören thematisch zusammen für die Flugvorbereitung)
  3. Performance + Op Procedures
  4. Air Law + Comms
  5. Human Performance (kann zwischendurch laufen)

Wichtig: Die Fächer überschneiden sich. Wer Met versteht, tut sich in Op Procedures leichter. Wer AGK kann, profitiert in Performance.

Häufige Fragen

Wie viele Fragen hat jede PPL-Theorieprüfung?

Die Fragenzahl variiert pro Fach. Air Law hat typischerweise 16 Fragen, AGK rund 16, Met 16, Nav 12, Performance 12, Human Performance 12, Op Procedures 12, Principles of Flight 12 und Comms 12. Bestehensgrenze ist 75 % pro Fach. Verbindlich ist immer die aktuelle BAZL-Vorgabe.

Wie lange habe ich Zeit, alle 9 Fächer zu bestehen?

Du musst alle Fächer innerhalb von 18 Monaten ab dem Ende des Kalendermonats deines ersten Prüfungsversuchs bestehen. Danach verfallen alle Resultate und du musst neu beginnen. Nach Bestehen aller Fächer hast du 24 Monate Zeit für die praktische Prüfung.

Wie viele Versuche habe ich pro Fach?

Pro Fach hast du maximal vier Versuche, insgesamt sechs Sitzungen. Wer das überschreitet, muss einen erneuten anerkannten Theoriekurs absolvieren, bevor wieder geprüft werden kann.

Brauche ich für das Funkfach Comms ein separates Zeugnis?

Ja. Die EASA-Theorieprüfung Comms ist nicht dasselbe wie das praktische Funksprechzeugnis. In der Schweiz brauchst du zusätzlich das BZF-E (English) oder BZF (Deutsch/Englisch), das über das BAKOM läuft — meist über eine separate praktische Funkprüfung.

Kann ich die Theorie ohne Flugschule lernen?

Für die PPL(A) musst du den Theorieunterricht bei einer anerkannten ATO oder DTO absolvieren. Reines Selbststudium ohne Schulanmeldung reicht nicht — die Schule muss dich für die BAZL-Prüfung anmelden und die Theorievollständigkeit bestätigen.

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Stand: 2026-05-18T15:57:29.802853+00:00. Dieser Artikel ist eine Orientierungshilfe und ersetzt keine offizielle Behörden-Information oder die Ausbildung an einer zugelassenen ATO. Vorschriften können sich ändern — für rechtsverbindliche Auskünfte direkt bei deiner zuständigen Luftfahrtbehörde (BAZL in CH, LBA in DE, Austro Control in AT) oder deiner Flugschule nachfragen.

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